Es gibt eine Reihe von Faktoren, die in der Praxis immer wieder als mögliche Mitauslöser von chronischer Erschöpfung beobachtet werden. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind dabei häufig unterschätzt. Wenn der Körper bestimmte Lebensmittel nicht gut verarbeitet, entsteht eine stille Entzündungsreaktion, die dauerhaft Energie bindet und das Immunsystem auf Trab hält. Wer täglich Lebensmittel zu sich nimmt, die sein System belasten, verbraucht einen Großteil seiner Energie allein damit, diese Belastungen abzupuffern.
Auch ein dauerhaft überlastetes Nervensystem ist ein wesentlicher Faktor. In unserer schnelllebigen Zeit ist das sympathische Nervensystem, das sogenannte Stresssystem, bei vielen Menschen chronisch überaktiv. Der Körper bleibt im Alarmzustand, auch nachts. Das verhindert tiefe Erholung, selbst wenn man äußerlich ruhig liegt und schläft.
Allergische Reaktionen, Belastungen durch Umweltgifte, hormonelle Dysbalancen und emotionale Dauerbelastungen können ebenfalls dazu beitragen, dass der Körper nicht mehr zur Ruhe findet. Oft ist es eine Kombination dieser Faktoren, die gemeinsam ein Bild ergibt, das allein betrachtet harmlos wirkt, aber zusammen zu echter Erschöpfung führt.